markenzeichenTrends

Blog-Reihe Influencer Marketing: Teil 1

Influencer Marketing: Alle reden darüber, aber was ist das eigentlich?

Influencer Marketing ist nicht erst seit diesem Jahr in aller Munde. Aber was steckt dahinter? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Influencer und einem Blogger? Wir geben Antworten auf diese Fragen und stellen euch vor, wann und für wen Influencer Marketing sinnvoll ist.

Hinter allem steckt, wie sollte es in der heutigen Zeit anders sein, die Digitalisierung. Auch im klassischen Marketing sorgt sie für tiefgreifende Neuerungen und Umwälzungen. Das Ergebnis sind Social Media, Blogs und Influencer. Damit hat der Marketeer von heute neue Tools zur Hand, die neben vielen Chancen auch einige Risiken bergen. Denn der Umgang mit den neuen Marketingformaten verlangt eine wohl durchdachte Strategie, damit die Arbeit einen nachhaltigen Beitrag zur Wertschöpfung eines Unternehmens bietet.

Warum Influencer Marketing?

Blogger und Influencer sind die modernen Meinungsmacher. Sie haben sich in ihrem speziellen Medium einen Namen gemacht und werden von ihrer Audience nicht bloß hoch angesehen, sondern dienen als Berater, Ratgeber, Motivator und vor allem als Einflussnehmer. Was sie alle gemeinsam haben: Sie sind Content Creator. Jeder auf seine Weise entwickelt Material, das passend für seine Plattform und seine Fangemeinde ist. Wer sollte also besser geeignet sein, ein Produkt oder eine Marke authentisch an den Kunden zu bringen?

Influencer verfügen über eine große Audience auf einem oder mehreren Social Media-Kanälen. Diese pflegen sie wie einen Microblog mit diversen Posts, die ihre Meinung widerspiegeln. Sowohl Blogger als auch Influencer haben bestimmte Fokusgebiete wie Fashion, Lifestyle, Food und viele mehr. Dadurch haben sie für ihre Community einen Status als Themenexperten. Durch hohe Reichweite und Interaktionsraten auf ihren Social Media-Kanälen können sie eine breite Masse an Menschen erreichen.

Während für Blogger ihr eigener Blog zentraler Ausgangspunkt der Meinungsbildung und Darstellung ist, hat sich Instagram zum wichtigsten Kanal für Influencer entwickelt – gefolgt von Facebook, Pinterest sowie Snapchat und Co. Ein Influencer kann, muss jedoch nicht über einen eigenen Blog verfügen. Blogger dagegen sind echte Storytelling-Talente, die ihre Beiträge mit Text und Bild tagebuchartig auf öffentlich zugänglichen Websites veröffentlichen. Sie behalten sich dabei die Entscheidungsfreiheit bei der Themenauswahl vor und sind „Überzeugungstäter“. Das macht sie zu besonders authentischen, glaubhaften und transparenten Botschaftern für Produkte und Marken.

Im Groben kann man Influencer in fünf verschiedene Kategorien einteilen:

Der Netzwerker Große Reichweite. Jeder kennt ihn und er kennt jeden.
Der Entdecker Auch Early Adapter genannt. Er kennt jede neue Plattform und ist immer auf der Suche nach dem neuesten Trend.
Der Reporter Er hat immer die neuesten Informationen und kennt die Hintergründe, besonders Journalisten und andere Influencer nutzen ihn zur Informationsgewinnung.
Der Power User Geringere Fanbase, dafür kennt er seine gewählte Plattform in und auswendig und nutzt diese für sich aus.
Der Meinungsführer Der wohl klassischste Influencer. Er besitzt eine starke Ausstrahlung und genießt höchstes Vertrauen innerhalb seiner Audience.

 

Blogger „vs.“ Influencer

Ausschlaggebend für die Unterscheidung ist im ersten Schritt das gewählte Medium des Influencers. Größtmögliche Freiheit haben hier die Blogger. Sie wählen für ihren Blog ihre eigene Darstellungsform und können Inhalte weitgehend so platzieren, wie sie es möchten. Andere Influencer sind an die technischen Vorgaben und Algorithmen der Plattform gebunden.

So prägt die Bildsprache die Posts von Influencern auf Instagram, in denen sie nur kurze Erklärungen ergänzend zu dem visuellen Content abgeben können. Bei YouTubern hingegen spielt das Bewegtbild eine zentrale Rolle. Doch unabhängig von der Darstellungsweise auf den Plattformen unterscheidet sich auch die Wirkungsdauer eines Beitrages. Ein Tweet auf Twitter wirkt durchschnittlich nur 18 Minuten. Und auch auf Instagram wirkt ein Post meist nicht länger als 21 Stunden. Dafür erreichen Influencer mit einem Social Media-Post in der Regel mehr Menschen in kurzer Zeit. Ein Blogbeitrag erfordert dagegen die Bereitschaft der Community, sich intensiver mit einem Thema zu beschäftigen und Zeit in das Lesen des Textes zu investieren.

Blogger Influencer
Channel-Fokus Blog Social Media-Kanäle
Große Audience in Social Media Kann, muss jedoch nicht vorhanden sein Zwingende Voraussetzung für Influencer
Kooperationsform Blogbeiträge, in denen Geschichten rund um Produkte erzählt werden – ggf. inklusive Verlängerung auf Social Media-Kanäle Social Media-Posts mit Produkteinbindung – ggf. inklusive Verlinkung auf Webshop und Social Media-Kanäle des Partners
Benefit für Marken Brand Building und authentische Markeninszenierung Reichweite und Product Promotion
Kreativität der Umsetzung Vorhanden, da Blogposts viel Raum zur Inszenierung dank Tiefencontent geben Bedingt, da Social Media-Plattformen nur begrenzte Darstellungsmöglichkeiten geben

 

Influencer und Blogger sind ideale Multiplikatoren in der heutigen Zeit – natürlich nur, sofern sie zur Zielgruppe des Unternehmens bzw. der Produkte passen. Denn sie erreichen nicht nur eine hohe Zahl an Menschen, sondern vermitteln auch Glaubhaftigkeit und Nähe. Abhängig von der Zielsetzung des Kunden bieten sich unterschiedliche Strategien und Tools des Influencer Marketings an. Gerade wenn ein ganzheitliches Bild kreiert und alle Facetten eines Unternehmens oder Produkts dargestellt werden sollen, kann das häufig ein Mix unterschiedlicher Kooperationsformen sein. Neben einzelnen Beiträgen und Posts gehören dazu auch Events, Promotion-Kampagnen oder langfristige Kooperationen mittels Ambassador-Programmen.

 

Ihnen gefällt das?

Wir freuen uns, wenn Sie das mit der Welt teilen.